Claudia Carbo Christine Hoffmeister Christiane Jung Erika Wendland Elke Lässig
iris Dettweiler Monika Meyer Petra Bock Judith Kneiding Sabiene Döpfner Karin Uphoff Sissi Closs Stefanie Marek Christa Fellner
Nicole Retter Melanie von Graeve Alexandra Haas Elke Brunner

Prof. Sissi Closs
Software- und Online-Dokumentation eine Alleinstellung am deutschen Markt

Prof. Sissi Closs, selbstständig  seit 1987
Prof. Dr. Sissi Closs ist Unternehmerin, Professorin an der FH Karlsruhe für Informations- und Medientechnik, Preisträgerin der Bayerische Staatsmedaille für soziale Verdienste

Wie heißen Ihre Firmen?
Comet Computer GmbH und Comet Communication GmbH

Wie groß ist Ihr Unternehmen? (Mitarbeiter/Umsatz)
Die Comet-Firmengruppe hat heute 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele davon in Teilzeit mit unterschiedlichsten Arbeitsmodellen. Der Umsatz liegt zwischen 4,5 und 5 Millionen Euro.

In welcher Rechtsform ist die Firma organisiert?
Beide Firmen als GmbH.

Was genau war die anfängliche Geschäftsidee?
Technische Dokumentation für Software kombiniert mit Softwareentwicklung.

Was für ein Angebot an die Kunden hat sich aus der anfänglichen Geschäftsidee entwickelt?
Heute bieten wir Full-Service rund um das Thema Technische Dokumentation. Die Comet Firmengruppe zählt zu den größten Dokumentationsdienstleistern im deutschsprachigen Raum. In einigen Bereichen (Softwaredokumentation, Online-Dokumentation) haben wir bis heute eine Alleinstellung am deutschen Markt. Unsere Kernbereiche sind Dokumenterstellung, Informationsarchitektur und Schulung. Wir konzipieren und realisieren alle Arten von Technischer Dokumentation in mehreren Sprachen für elektronische Medien und Papier. In zahlreichen Großprojekten trägt das Unternehmen die Verantwortung für dokumentationsübergreifende Gesamtkonzepte und entwickelt unter Berücksichtigung neuester Technologien mediengerechte, zukunftsorientierte Lösungen. Comet Arbeiten wurden mehrfach prämiert und haben in vielen Firmen Standards für dauerhafte, stabile Dokumentationsumgebungen gesetzt.

Erzählen Sie uns von den Anfängen Ihres Weges in die Selbstständigkeit: Wann haben Sie den Gedanken an Selbstständigkeit zum ersten Mal gefasst?
Als ich von Kollegen in der T.U. München angesprochen wurde, ob ich zusammen mit ihnen eine Firma gründen möchte.

In welcher beruflichen (evtl. auch privaten) Situation waren Sie?
Ich war wissenschaftliche Angestellte an der T.U. München.

Wie lange hat es bis zur Selbstständigkeit gedauert?
7 Jahre

Wie lange hat die konkrete Planungsphase gedauert?
9 Monate

Wie lange hat es gedauert, bis Sie zum ersten Mal den geplanten/erhofften Minimal-Umsatz erreicht hatten?
Das hat gleich im ersten Jahr geklappt.

Was hat den Ausschlag für den Schritt in die Selbstständigkeit gegeben?
Bei mir war es der Wunsch, flexible Arbeitsumgebungen kreativ umsetzen zu können. Ich hatte die Vision, dass sich dadurch die Qualität der Dienstleistung enorm steigern lässt und gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsumfeld für alle beteiligten Menschen erreicht werden kann. Beides hat sich in den letzten 20 Jahren mehr als bewahrheitet.

Welche Ihrer Charakterstärken haben Ihnen in der Anfangsphase geholfen? Welche Charakterstärken haben geholfen, bis heute den Weg der Selbstständigkeit durchzuhalten?
Kreativität; Spontanität; Neugier; Freude am Erfolg; Fähigkeit, Andere zu motivieren; Gespür

Welche Ihrer Talente haben beim Weg in die Selbstständigkeit geholfen?
Mut; Selbstvertrauen; Fachwissen

Woher kam das Geld zum Leben in der Anfangszeit, bevor Sie erstes Geld in der Selbstständigkeit verdient haben?
Ich habe von Anfang an vom Gehalt meiner Firma leben können.

Hatten Sie Ratgeber (Menschen/Firmen/Bücher/Computerprogramme)? Welche waren besonders wichtig?
Ganz vorne an: mein Mann und später auch mein Sohn. Die wichtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meiner Firmen. Meine Geschwister, Beraterinnen, insbesondere Frau Asgodom.

Vor welchen Herausforderungen standen Sie beim Schritt in die Selbstständigkeit? Welche Veränderungen/Probleme gab es?
Rund-um-die-Uhr-Programm, mehr Verantwortung, mehr Ernsthaftigkeit

Wie oft haben Sie gedacht: „Es gelingt einfach nicht wie geplant, ich könnte/sollte eigentlich aufgeben“? Warum haben Sie doch nicht aufgegeben?
Immer wiedermal kommen solche Gedanken. Aber dann überwiegen jedesmal die Gründe zum Weitermachen: die Freude am Job, der Erfolg, die Menschen, mit denen ich zusammen sein und arbeiten kann.
Welche Ängste hatten Sie auf dem Weg/haben Sie bis heute? Wann und warum haben Sie an der Richtigkeit des Weges gezweifelt?
Was meinen Weg betrifft, hatte ich keine großen Ängste oder Zweifel. Allerdings gab es und gibt es immer wieder Situationen, in denen ich Angst hatte bzw. habe.

Gibt es etwas, was Sie sich zur Erleichterung der ersten Schritte gewünscht hätten?
Ich denke, es war richtig und gut so, wie es war.

Sind Sie der Meinung, dass es Menschen gibt, die sich eher nicht selbstständig machen sollten?
Menschen, die sehr ängstlich sind und wenig Mut und Selbstvertrauen haben.

Gibt es Menschen, die sich unbedingt selbstständig machen sollten?
Menschen, die tolle Ideen und viel Energie haben.

Welche Gefahren lauern, wenn sich die ersten Erfolge eingestellt haben?
Das ist sehr unterschiedlich, bei mir am ehesten die Gefahr, zu viel zu arbeiten.

Welche positiven Inspirationen hat der Schritt in die Selbstständigkeit gebracht?
Flexibilität im beruflichen und privaten Leben. Die Chance, meinen zweiten Traumberuf, die Professur, zu bekommen.

Ihre drei Tipps für zukünftige NeugründerInnen

  1. Traue Dir etwas zu, was Dir Freude macht.
  2. Glaube an Dich.
  3. Bleibe wie Du bist.

 

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Sabine Asgodom
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Unterschrift S. Asgodom
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